Aus einem Energieverbraucher einen Energieerzeuger machen – ist das möglich?

Krzysztof Kozielski
16. Oktober 2020
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Aus einem Energieverbraucher einen Energieerzeuger machen – ist das möglich?

Kläranlagen und Wasseraufbereitungsanlagen sind in der Regel der größte einzelne Stromverbraucher einer jeden Stadt.

Abwasser- und Wasseraufbereitungsprozesse machen in der Regel 25 – 40% des städtischen Stromverbrauchs aus – das hängt mit den energieintensiven Prozessen und dem Dauerbetrieb (24 h, 365 Tage im Jahr) zusammen

Die in Marselisborg / Aarhus in Dänemark durchgeführten Änderungen, unter anderem der Austausch herkömmlicher Gebläse gegen Hochgeschwindigkeitsaggregate, führten zu einem Energieüberschuss von 100% - erreicht wurde dies ohne Zugabe externer organischer Abfälle oder Kohle und ohne zusätzliche Investitionen.

Derzeit erzeugt die Anlage einen Nettoüberschuss sowohl an Strom als auch an Wärme und speist ihn in das Fernwärmenetz von Aarhus ein, der zweitgrößten Stadt Dänemarks.

Der CO2-Fußabdruck wurde um 35% reduziert.

https://www.youtube.com/watch?v=Ue9aRh7R8lY

Der Stadtteil Marselisborg in Aarhus, Dänemark, hat einen Energieüberschuss von 100% erreicht, indem der Verbrauch im gesamten Wasserkreislauf minimiert und die Energieerzeugung der Kläranlage maximiert wurde. Erreicht wurde dies ohne Zugabe externer organischer Abfälle oder Kohle und ohne zusätzliche Investitionen in erneuerbare Energien.

Laut einem Bericht der Internationalen Energieagentur entfallen auf die Wasserwirtschaft derzeit 4% des weltweiten Energieverbrauchs. Schätzungen zufolge wird sich dieser Wert bis 2040 verdoppeln. Technologien, die eine energieneutrale Wasserwirtschaft ermöglichen, sind bereits heute verfügbar. Verändern lässt sich dabei nicht nur die Wasserwirtschaft. Elektrische Antriebe verursachen 50% des weltweiten Stromverbrauchs, könnten aber bis zu 40% effizienter sein. Weltweit würde dies den Energieverbrauch bis 2040 um 8% senken.

https://youtu.be/8iwvLzeWKGg

Energieunabhängigkeit der Wasserwirtschaft laut Danfoss

siehe den Bericht "Energieunabhängigkeit der Wasserwirtschaft"


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